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Ursachen für Durchfall beim Hund

Durchfall gehört zu den häufigsten Symptomen beim Hund und kann vielfältige Ursachen haben.


Wann spricht man von Durchfall beim Hund?

Beim Durchfall ist, neben einer breiigen bis flüssigen Kotkonsistenz, häufig auch die Häufigkeit des Kotabsatzes erhöht. Eigentlich ist Durchfall eine Reaktion des Körpers, die dafür sorgen soll, dass schädliche Stoffe oder Keime schnell mit dem Darm ausgeschieden werden. Normalerweise wird der Nahrung beim Durchlauf durch den Darmtrakt die Flüssigkeit entzogen und über die Darmwand in den Körper aufgenommen.

Dadurch erhält der Kot eine feste Konsistenz. Wenn Durchfall besteht geschieht das weniger oder es wird sogar Flüssigkeit aus dem Organismus in den Darm abgeführt, wodurch es beim Andauern des Durchfalls zu Flüssigkeits- und Salzverlust des Körpers und damit zur Austrocknung kommt.


Welche Arten von Durchfall beim Hund gibt es?

Sehr flüssiger Durchfall mit hohem Volumen deuten eher auf Probleme im Dünndarm hin. Kotabsatz mit schleimigem Überzug und verstärkter Kotdrang lassen die Ursache eher im Dickdarm vermuten.

Schlagartiges Auftreten mit einer Dauer seit einigen Tagen werden als akuter Durchfall bezeichnet, während eine stetige Verschlechterung der Kotkonsistenz über Wochen als chronisch einzustufen ist. Die Unterscheidung kann helfen die Ursachen des Durchfalls besser einzugrenzen. Diese Ursachen können sehr vielfältige Gründe haben.


Welche Ursachen kann Durchfall beim Hund haben?

Eine große Gruppe stellen Mikroorganismen im Rahmen einer Infektion dar. Auch im gesunden Darm gibt es eine große Menge Mikroorganismen, die nicht schädlich, sondern wichtig für die Verdauungsleistung sind. Manchmal reicht es schon aus, dass die Balance des Verhältnisses dieser Mikroorganismen, der sog. Darmflora, gestört ist.

Schädliche Mikroorganismen können Parasiten, Bakterien und Viren sein. Futtermittelunverträglichkeiten oder entzündliche Darmerkrankungen führen ebenfalls zu Durchfall. Des Weiteren bestimmte Stoffwechselerkrankungen und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse.

Seltener sind es Tumore im Darmtrakt oder Darmverschlüsse durch Fremdkörper oder Darmverschlingung, sowie giftige Substanzen oder Pflanzen.


Was können Symptome sein?

Die Symptome sind maßgeblich von der Schwere der Erkrankung abhängig. Anhaltender Durchfall, der eventuell mit Erbrechen und Blutbeimengungen einhergeht, sollte ein Alarmzeichen sein. Besteht der Zustand fort, so kommt es rasch zu Schwäche und Appetitlosigkeit.

Manchmal verschwinden die Symptome wieder von selbst und kehren nach einer gewissen Zeit wieder. Hierfür können insbesondere bestimmte Parasiten, wie Giardien, verantwortlich sein, die häufig dann Durchfall verursachen, wenn die Erreger ihren Vermehrungszyklus durchlaufen.


Welche Maßnahmen kann ich selbst ergreifen?

Als Sofortmaßnahme bei Durchfall kann versucht werden dem Hund 24 Stunden kein Futter zu geben. Dabei ist es wichtig, dass er genügend Wasser aufnimmt. Sollte der Durchfall sich dann deutlich gebessert haben kann man in kleinen Portionen einer leicht verdaulichen Diät, wie z.B. Hüttenkäse/Reis oder Hähnchen/Reis, wieder anzufüttern, um dann in den nächsten Tagen wieder schrittweise auf die gewohnte Nahrung umzustellen.

Die Gabe von darmaufbauenden Stoffen, sogenannten Probiotika, sind eine gute Unterstützung, um die entstandene Imbalanz in der Darmflora zu bekämpfen.


Wann sollte ich einen Tierarzt kontaktieren?

Tiere, die sich mit deutlich gestörtem Allgemeinbefinden zeigen oder der Durchfall länger als 48 Stunden besteht, sollten dem Tierarzt vorgestellt werden. Dabei kann sowohl Fieber von 40,0°C, als auch Untertemperatur unter 38,0°C auftreten. Welpen oder ältere Tiere neigen noch schneller zu Komplikationen durch Dehydratation und müssen daher eventuell möglichst gleich zum Tierarzt.

Medikamente, wie Kohletabletten oder Peristaltikhemmer für Menschen sind abzulehnen, weil sie die Ausscheidung von Giftstoffen aus dem Darm hemmen und schwere Nebenwirkungen verursachen können. Die wichtigste Maßnahme des Tierarztes ist u.U. dem Hund die verlorene Flüssigkeit über Infusionen zurückzugeben.

Außerdem kann er durch Blutuntersuchungen, sowie bildgebende Verfahren, wie Röntgen und Ultraschall, die Ernsthaftigkeit der zugrundeliegenden Erkrankung abschätzen bzw. möglichst die Ursache für den Durchfall herausfinden, um dann gezielt dagegen vorzugehen.


Kann ich Durchfall bei meinem Hund vorbeugen?

Die beste Vorbeugung vor Durchfall ist dem Hund nur Futter zukommen zu lassen, von dem man weiß, dass er es gut verträgt. Regelmäßige Entwurmung oder Kotuntersuchung auf Parasiten sollten selbstverständlich sein. Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt können helfen Probleme, die zu Durchfall führen schon zu erkennen, bevor da Tier krank wird.


Wir hoffen, wir konnten Sie ein wenig über das Thema Durchfall beim Hund informieren. Schauen Sie sich gern auf unserer Seite um, lernen Sie die Praxis kennen oder machen sich einen Überblick über unsere Leistungen.

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